Zu einer Marke werden – das ist auch für Therapeuten und Heilpraktiker von zentraler Bedeutung, denn deine (künftigen) Klienten möchten gerne wissen, wofür du stehst und worin du eine Expertin deines Fachs bist. Deshalb geben wir dir heute sechs Tipps zum Markenaufbau – auch als Branding bezeichnet – mit auf den Weg. In unserem Video berichtet Sandra darüber, wie sie sich zu "der Frau" für Hypnose entwickelt hat und zu dem Thema häufig als Vortragsrednerin angefragt wird.
1. Wie sieht deine Wunsch-Zielgruppe aus?
Ausgiebig beschäftigen solltest du dich mit der Frage, wie deine Wunsch-Zielgruppe – auch als Personas bezeichnet – aussieht. Welche und Merkmale und Bedürfnisse hat sie? Was bewegt sie?
Welche Probleme hat sie, bei denen genau du behilflich sein kannst und mit welchen Vorbehalten musst du eventuell rechnen?
All diese Fragen sind nicht zuletzt deshalb wichtig, weil du viele Informationen aus den Antworten ableiten kannst. Du erhältst Auskunft darüber, wie du dich und deine Expertise nach außen darstellen solltest, um von deiner Wunsch-Zielgruppe wahrgenommen zu werden. Ferner kannst du Rückschlüsse daraus ziehen, auf welchen Social-Media-Plattformen sie sich bevorzugt aufhält und für welche Medien sie sich interessiert.
Personas zu erstellen benötigt etwas Zeit, aber kein Geld. Hier findest du einen hilfreichen Link zu einer kostenlose Vorlage, die dir wichtigen Input für die Beschäftigung mit deinen Wunsch-Klienten liefert: https://offers.hubspot.de/kostenlose-vorlage-buyer-personas
2. Entwickle die passende Markenbotschaft für deine Wunsch-Patienten
Du kennst nun deine bevorzugte Zielgruppe, jetzt geht es um die richtige Ansprache. Nehmen wir an, du hast dich auf Stress-Reduktion und Burn-Out-Prophylaxe spezialisiert. Deine bevorzugte Zielgruppe sind berufstätige Mütter, die häufig aufgrund der Doppelbelastung Familie / Karriere zu stressbedingten Erschöpfungszuständen neigen. Sie stammen aus der mittleren oder gehobenen Einkommensschicht, sind top ausgebildet und streben als Mutter auch eine berufliche Weiterentwicklung an. Sie leben durchaus bewußt, neigen aber ein Stück weit zur Perfektion, was die Gefahr eines Burn-Outs erhöhen kann.
Deine Überlegungen sollten nun in folgende Richtung gehen: Wo halten sich diese Frauen auf und mit welcher Botschaft und mit welcher Tonalität spreche ich sie auf meiner Homepage, mit meinem Praxis-Flyern, auf Vorträgen und auf Social Media an? Formuliere deine Botschaft, mit der du deiner Zielgruppe begegnen möchtest, deutlich und mache dabei klar, für welche Werte du stehst, was deine Expertise ist und warum genau du die richtige Therapeutin in problematischen Situationen für sie bist.
Nutze die richtigen Social-Media-Kanäle
Am Ende des Abschnitts findest du einen weiteren Link mit einer Aufstellung von sozio-demographischen Daten für alle wichtigen sozialen Netzwerke, denen du entnehmen kannst, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Bleiben wir bei den berufstätigen Müttern, dürften das zum einen Berufsportale wie Xing oder Linkedin, aber auch eine Plattform wie Instagram sein, die sie zur Entspannung nutzen, wenn die Kinder abends im Bett sind. Du könntest also beispielsweise für Xing interessante Artikel zum Thema Burn-Out-Prophylaxe oder Zeit-Management teilen und auf Instagram Tipps zum geben, wie man mit Atem-Übungen zur Ruhe kommen kann.
Hier der versprochene Link: https://www.pewresearch.org/internet/2015/08/19/the-demographics-of-social-media-users/
4. Werde zum Blogger
Blogs sind unseres Erachtens unverzichtbar beim Aufbau einer Marke und zur Stärkung deiner Markenbotschaft. Neben Empfehlungen und Bewertungen sind Blogs mittlerweile für viele User eine Informationsquelle, der sie vertrauen. Überlege dir, welche Suchbegriffe deine Zielgruppe googeln könnte und schreibe dazu informative und relevante Beiträge mit vielen nützlichen Tipps. Nutze Social-Media als Hebel, um deine Blogposts zu verbreiten und erhöhe damit deine Reichweite.
Auch Google liebt Blogs mit nützlichen Inhalten für User und entsprechend weit oben kannst du als Blogger ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen – vor allem wenn du regelmäßig Artikel veröffentlichst. Klar kostet es Zeit, einen Blog zu führen und regelmäßig mit spannenden Inhalten zu bestücken, aber der Aufwand lohnt sich mit Sicherheit.
5. Biete deinen Klienten einen top Service
Sorge dafür, dass deine bestehenden und künftigen Klienten ganz bequem über einen Online-Kalender auf deiner (mobile optimierten) Website einen Termin mit dir vereinbaren oder dich gleich mit einem Klick auf dein Google MyBusiness-Profil kontaktieren können. Führe dir dabei vor Augen: Menschen googlen ein Problem und sie möchten eine schnelle Lösung. Wenn du es ihnen dabei so einfach wie möglich machst, sammelst du bereits die ersten Pluspunkte.
Ein weiterer Service, den künftige Patienten sehr zu schätzen wissen, ist ein kostenloses telefonisches Erstgespräch, bei dem beide Seiten einen ersten Eindruck voneinander gewinnen können.
So wie manche Onlinehändler einen top Kundenservice bieten, um sich von der Konkurrenz abzuheben, kannst du mit dem richtigen Patienten-Service deine Marke und deine Reputation stärken.
6. Such dir starke Partner
Bis eine Marke etabliert ist, dauert es natürlich eine Zeit lang, gerade wenn du mit deiner Praxis ganz am Anfang der Gründungsphase stehst. Hast du dir schon mal überlegt, mit welchen Partnern du dich vernetzen könntest, die bereits erfolgreich auf dem Markt sind und denen deine Zielgruppe vertraut? Im Marketing nennt man dieses Vorgehen Co-Branding. Wie könnte so etwas aussehen? Vielleicht tust du dich ja mit einer Frauenarzt-Praxis oder einer Apotheke zusammen, die von deiner Expertise überzeugt sind und dich gerne weiterempfehlen und dir Patienten schicken. Im Gegenzug kann die Praxis als Zusatzleistung "Stress-Reduktion" und die Apotheke Beratung zur Burn-Out-Prophylaxe in ihren Leistungskatalog aufnehmen.
Wichtig dabei ist auf jeden Fall, dass daraus eine Win-win-Situation für alle Beteilligten entsteht: Für deine Klienten, deine Partner und dich.
Wir hoffen, wir konnten dir aufzeigen, dass Markenaufbau für Therapeuten und Heilpraktiker kein Hexenwerk ist und schon gar nicht teuer sein muss. Wir wünschen dir viel Erfolg und noch viel Spaß mit Sandras Video.